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OraVerse nach der Lokalanästhesie

Nach der Lokalanästhesie gleich zum Geschäftstermin – mit OraVerse kein Problem

Autor: Dr. med. dent. Gerwalt Muhle MSc mult., Berlin

Viele unserer Patienten stehen unter beruflichem Stress und hetzen von einem Termin zum nächsten. Auf eine schmerzfreie Behandlung möchten sie nicht verzichten und lassen sich eine Lokalanästhesie geben. Doch nach der Behandlung damit direkt an der nächsten Präsentation oder dem Businesslunch teilzunehmen, ist kaum möglich. Mit OraVerse bietet unsere Praxis die Möglichkeit, die Lokalanästhesie aufzuheben, wodurch das Taubheitsgefühl deutlich verkürzt wird und der nächste Termin folgen kann. Unsere Patienten wissen diesen Service zu schätzen.

Zu den glücklichen Patienten gehört auch der Vorstand eines Berliner Unternehmens. Er steht viel in der Öffentlichkeit und wir haben daher bereits mehrmals bei ihm das Präparat angewandt.

Er weiß die Vorzüge zu schätzen: Nach einer Routinebehandlung ohne Wundschmerz unter einer Lokalanästhesie mit Vasokonstriktor geht er direkt zum nächsten Termin über – das störende Taubheitsgefühl ist bei ihm bereits nach etwa einer Stunde nicht mehr spürbar. Sprechen, Lachen und Essen sind uneingeschränkt wieder möglich.

Trotz des bisherigen Komfortmangels wollte er nie auf eine Lokalanästhesie verzichten, da er sehr schmerzempfindlich reagiert.

Vollständige Sanierung eines Gebisses Abb. 1: Vollständige Sanierung bei einem

Geschäftsmann

Daher entschied sich der Mitte-Fünfzigjährige auch bei einer vollständigen Sanierung in zahlreichen Sitzungen immer für die Anästhesie.

Bei ihm liegt folgender Befund vor: Insuffizient sitzende Restaurationen, die etwa 20 bis 30 Jahre alt sind, eine apikale Ostitis an Zahn 45, unvollständige Wurzelfüllungen an den Zähnen 16 und 46. Vor unserer Behandlung erfolgte eine endodontische Revision an Zahn 45 bei einem Spezialisten unter dem Mikroskop mit erfolgreicher Ausheilung der apicalen Ostitis.

Abb. 2: Zustand nach endodontischer Revision 15, 17. Abb. 2: Zustand nach endodontischer

Revision 15, 17.

Der Behandlungsplan

Der Behandlungsplan sieht die Versorgung mit neuen Zirkonoxidkronen an den Zähnen 15, 16, 17, 45, 46 sowie vollkeramisch adhäsiv befestigten 3/4-Kronen an den Zähnen 44 und 47 vor.

Es folgt eine Erneuerung der Compositrestaurationen an den Zähnen 13 bis 22, 31, 33, 42 und 43 sowie eine vollkeramische Inlayversorgung an 25.

Die Zähne 26 bis 28 sowie 38 versorgen wir mit vollkeramischen 3/4-Kronen. An 35 bis 37 wird eine Zirkonoxidbrücke eingegliedert. Der Zahn 34 erhält ebenfalls eine Zirkonoxidkrone.

Im Fall dargestellt ist die adhäsive Befestigung mit Optibond und Variolink der vollkeramischen 3/4-Krone 44 unter Anästhesie.

Zustand nach endodontischer Revision 45 Abb. 3: Zustand nach endodontischer Revision 45.

Zirkonoxydkronen Modell Abb. 4: 15-17 Zirkonoxydkronen auf dem Modell

Vollkeramische Restauration Abb. 5: Vollkeramische Restauration 44 bis 4

Die Anästhesie

Die Anästhesie erfolgte stets mit Ultracain 1:200.000 und sorgte für die gewünschte schmerzfreie Behandlung. Bisher kam direkt nach dem Eingriff – wie bei vielen unserer Patienten – die Frage auf, wann das störende Taubheitsgefühl nachlässt und Essen sowie Sprechen uneingeschränkt möglich sind. Tatsächlich geht bei Lokalanästhetika mit Vasokonstriktor die erwünschte und erforderliche Anästhesie der Pulpen mit der nicht erwünschten Gefühllosigkeit der Weichgewebe einher: Zunge und Lippen sind taub. Je nach Patient kann das Taubheitsgefühl bis zu 5 Stunden nach Ende des Eingriffs anhalten (1,2).

Gebiss mit Präparation Abb. 6: Sicht auf den vierten Quadranten mit Präparation

für Zirkonoxydkronen an 45/46 und emax 3/4

Kronen an 44/47.

Eingliederung der Restauration Abb. 7: Ansicht nach Eingliederung der Restauration.

Lokalanästhetika enthalten neben den schmerzblockierenden Inhaltstoffen meist Zusätze wie Adrenalin. Die Substanz bewirkt, dass sich die Blutgefäße verengen und das Lokalanästhetikum vom Wirkort nur langsam abfließt, um eine zuverlässige Schmerzreduktion während der Behandlung zu gewährleisten. Diesem Effekt wirkt der Wirkstoff Phentolaminmesilat entgegen. Als Antidot normalisiert Phentolaminmesilat den Blutdurchfluss und führt unmittelbar zu einem Abklingen der Wirkung des Anästhetikums.

Neuer Praxisservice

Seit März dieses Jahres bieten wir unseren Patienten nach jeder geeigneten Behandlung den neuen Service als Selbstzahlerleistung an. OraVerse verkürztdie Dauer des Taubheitsgefühls um mehr als 50 Prozent (3). Zugelassen ist das neue Arzneimittel mit dem Wirkstoff Phentolaminmesilatfür die Aufhebung der Weichgewebsanästhesie und der funktionellen Defizite nach Behandlungen ohne Wundschmerz wie beispielsweise Zahnreinigung, subgingivale Zahnsteinentfernung, Wurzelglättung, Präparation von Füllungskavitäten und die Präparation von Inlays, Teilkronen, Kronen und Brückenpfeilern sowie endodontischen Therapien, zu denen es durch intraorale submuköse Injektion des Lokalanästhetikums mit Catecholamin-Vasokonstriktor kommt.

Aufhebung der Anästhesie

Das Angebot und die Beratung zu OraVerse erfolgt bei uns durch den Zahnarzt zu Beginn der Sitzung, wenn die Lokalanästhesie besprochen wird.

Dabei zeigen wir die Vorzüge und die Wirkweise kurz auf, die für den Patienten leicht verständlich ist. Die Vorteile erschließen sich für die Patienten selbst. Direkt nach der Behandlung applizieren wir das Präparat in Form einer schmerzfreien Injektion in das noch betäubte Gewebe mit demselben Volumen, am gleichen Injektionsort und mit dem gleichen Zylinderampullenspritze wie bei der Lokalanästhesie.

OraVerse-Injektion Abb. 8: Vorbereitung der OraVerse-Injektion:
10er-Einheit

Große Patientenakzeptanz

In einer US-Studie zur Akzeptanz der Injektion waren 92 Prozent der Patienten mit der Wirkung sehr zufrieden.

Knapp 80 Prozent würden sich auch in Zukunft erneut das Präparat verabreichen lassen (4). Von Untersuchungen amerikanischer Kollegen wissen wir darüber hinaus, dass auch die Verträglichkeit gut ist. Die positiven Erfahrungen mit Phentolaminmesilat aus den USA, wo die Injektion bereits seit 2008 zugelassen ist, können wir aus unserem bisherigen Praxisalltag bestätigen.

Abb. 9: OraVerse bereit zur Applikation mit dem gleichen Zylinderampullenspritze wie für die LokalanästhesieAbb. 9: OraVerse bereit zur Applikation mit demgleichen Zylinderampullenspritze wie für die Lokalanästhesie


Unsere Patienten berichten davon, dass sie im Durchschnitt spätestens eine Stunde nach Anwendung kein Taubheitsgefühl mehr spüren und die gesamte Senisitivität zurück erlangt haben. Vor allem bei bevorstehenden Terminen wie Businessmeetings oder Abendverabredungen legen Patienten erfahrungsgemäß sehr viel Wert darauf, zu diesem Zeitpunkt keine Beeinträchtigung der oralen Sensorik mehr zu spüren. Hier ist OraVerse ein adäquates Präparat, das die Patienten situationsabhängig nach dem ersten Kennenlernen auch bei Folgeterminen selbstständig nachfragen.

Das Phentolaminmesilat-Präparat gibt uns die Möglichkeit, eine Leistung anzubieten, die Patienten als service- und zukunftsorientiert wahrnehmen und in Anspruch nehmen. Vor allem Geschäftsleute danken uns diese Ausrichtung mit ihrer Treue.

Quellen:

(1)  Hersh EV, Hermann DG, Lamp CJ, et al. Assessing the duration of mandibular soft tissue anesthesia. J Am Dent Assoc 1995;126(11):1531–6.

(2)  Malamed SF. Handbook of local anesthesia. 5th edition. St Louis (MO): Mosby Inc; 2004.

(3)  Hersh et al. Reversal of soft-tissue local anesthesia with phentolamine mesylate in adolescents and adults. J Am Dent Assoc. 2008 Aug;139(8):1080-93

(4)  Saunders TR, et al. In-Practice Evaluation of OraVerse for the Reversal of Soft-Tissue Anesthesia After Dental Procedures. Compendium of Continuing Education in Dentistry. 2011 Jun; 32(5): 58-62.

Autor:

Dr. med. dent. Gerwalt Muhle MSc mult.

Parodontologe MSc

Implantologe MSc

Oralchirurg MSc

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